Plastik

I have a dream…

Allgegenwärtig und aus unserem täglichen Leben kaum mehr wegzudenken: Plastik.

Ein Stoff, universell formbar und leicht verfügbar: Plastik. In der Medizin, in der Kleidung, im Spielzeug, in der Kosmetik, in der Landwirtschaft, in der Industrie - kaum ein anderes Produkt
hat es geschafft, eine solche Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten zu erreichen.

Doch wie konnte dieser Wunderstoff plötzlich zum Weltproblem Nummer 1 werden?
Plastik wird nicht abgebaut. Was in die Umwelt gelangt bleibt dort für ewige Zeiten.

Zwar ist man sich zwischenzeitlich bewusst, wie schädlich Plastik und die darin verwendeten Giftstoffe für uns und die Umwelt sind, von einer Lösung des Problems sind wir aber meilenweit entfernt. Leidende Meere, verunreinigte Flüsse, Plastikdeponien in Drittweltländern, verschmutztes Trinkwasser sind nur einige der verheerenden Folgen. Welchen konkreten Einfluss die Giftstoffe und Micropartikel auf unseren Gesundheitszustand haben lässt sich nur erahnen.

Doch es lässt sich hoffen, dass wir es schaffen, dem Plastik den Kampf anzusagen. Noch nie war das Plastikthema so weit oben auf der politischen Agenda. Noch nie haben sich so viele Menschen in globalen Bewegungen wie «Break Free From Plastic» organisiert. Überall auf der Welt entstehen Initiativen für eine «Zero­Waste»-Politik in Städten und Gemeinden. Ihnen allen ist gemeinsam: Sie wollen das Problem an der Wurzel packen und an Lösungen und Alternativen arbeiten.

Deshalb werde ich mich dieser Thematik in meinem Präsidialjahr widmen. Als gemeinsame Motivation etwas zu verändern, denn jeder von uns kann dazu beitragen, die Welt ein klein wenig plastikfreier zu machen.

Ich freue mich auf ein spannendes Jahr!

Karin Stich, Präsidentin 2020/21

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